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Landwirtschaft/Pflanzen

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Anathiaskraut/Tunngoph
Das Anathiaskraut (volkstümlich: Tunngoph) ist ein Kraut, das vor allem in fernen, südlicheren Ländern wächst. Die Blätter sind ähnlich einem Farn, aber dicker und kleiner.
Bei dem Saft in den Blättern handelt es sich um ein starkes Nervengift, das sich durch Auskochen oder Zerstampfen leicht gewinnen lässt. Aus diesem Grund ist das Anathiaskraut illegal und darf nach dem Gesetz nur von Al-chemisten erworben werden. Jedoch findet dieses Gift auch häufig Verwen-dung bei Attentätern, die ihre Pfeile und Klingen damit einschmieren. Ge-langt es in eine Wunde, kommt es zu Lähmungen, häufig auch zum Atem-stillstand.
Bedingt kann das Gift auch über die Haut aufgenommen werden. Bei blo-ßem Hautkontakt kommt es zu Rötungen und Blasenbildung.
Neben seinem tödlichen Gift findet das Anathiaskraut auch als Droge Ver-wendung. Durch das Rauchen werden die lebensbedrohlichen Substanzen größtenteils neutralisiert und es stellt sich eine leichte, angenehme Empfin-dungslosigkeit ein. Es macht zudem süchtig und ist eine beliebte Schmug-gelware.

Tanomanbaum
Der Tanoman stammt ursprünglich aus Xiangshu, doch ein reisender Aben-teurer, der es sich vorgenommen hatte, machtvolle Orte auf der Welt mit seinen Setzlingen zu segnen, schmuggelte vor Andovars Gründung Samen nach Eisland.
Er wächst dort nur in dem Wald von Andovar, um den K’vin geweihten Quellteichen herum und nirgends sonst im ganzen Reich.
Der Tanoman ist ein Laubbaum, der in seltenen Fällen eine Höhe von bis zu 50 m erreicht. Die Rinde ist rau und von einem satten Dunkelbraun. Die Blätter sind dunkelgrün bis bläulich, teilweise scheinen sie fast schwarz. Im Herbst färbt sich das Laub wein- bis blutrot, je nach Standort und der Witterung des Sommers. Je heißer dieser war, umso dunkler wird das Herbstlaub. Daher verspricht “Blut im Herbst” (eine verbreitete Bauernregel) einen harten Winter, einen verregneten Sommer und eine schlechte Ernte.
Das Holz ist besonders hart und witterungsbeständig. Dementsprechend schwer ist es zu bearbeiten, man braucht besondere Werkzeuge und etwas Geschick (vor allem in der Diplomatie, um die geweihten Töchter K’vins, die über die Bäume wachen, von der Notwendigkeit der Verwendung zu überzeugen).  
Schwarz bis dunkelrot und kastanienbraun wird es für Schiffe, Herrenhäu-ser, Amulette, Luxushaushaltsgegenstände und dergleichen verwendet. All diese werden recht teuer gehandelt, gelten sie doch nicht nur als qualitativ besonders wertvoll, sondern obendrein als glückbringend.
Im Krieg haben Schilde, Speere, Schiffe und anderes Kriegswerkzeug aus diesem Holz wegen seiner Härte Vorteile gegenüber normalen Materialien, denn es ist nahezu bruchfest.  
Werden die im Herbst gesammelten trockenen Blätter verbrannt, verströ-men sie einen süßlich frischen Duft, ähnlich einer Mischung aus Tannenna-deln und Rosen.
Dem ausgekochten Sud aus den Blättern wird heilende Wirkung zugespro-chen. Kranke werden damit eingerieben, man trinkt ihn auch als Tee.
Eine Räucherung aus dem Holz soll ebenfalls Todkranke heilen oder zu-mindest ihre Leiden mildern. In den Sterbezimmern soll der Rauch nach der Vorstellung des einfachen Volkes die dahingegangene Seele beruhigen und in das Reich des ewigen Friedens empor tragen.
Eine echte Wirkung ist allerdings nicht bewiesen, und oben genanntes wird als Hausmittel und zu späterer Zeit als Aberglaube gehandelt, den alte Wei-ber weiterhin praktizieren. Das einzige, was das Holz des Tanoman sicher bewirkt, ist ein leichter Schwindel, wenn man zu viel von dem Rauch ein-atmet.

Urucca
Ein hochprozentiges, billiges Rumgebräu, je nach Gegend auf Zuckerrüben- oder Honigbasis.

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